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Greifvögel leiden unter Kälte und Frost
In die Geschäftsstelle des Tierschutzvereins gehen zurzeit fast täglich Anrufe von besorgten Bürgern ein, die einen Not leidenden Greifvogel gesichtet haben.
Wie der Tierschutzverein Achern und Umgebung e.V. in einer Pressemeldung mitteilt, wurde so vor einigen Tagen in einer Hofeinfahrt der Wasserstraße in Kappelrodeck von Anwohnern ein Bussard gefunden, der reglos auf der Seite lag. Nach der Erstversorgung durch die Finder wurde das entkräftete Tier dem Tierschutzverein übergeben. Der hinzugezogene Tierarzt konnte keine äußerlichen Verletzungen feststellen. Vielmehr war der Vogel aufgrund des Frostes und dem damit verbundenen eingeschränkten Futterangebot extrem geschwächt. Der Bussard verblieb daraufhin in der Obhut des Tierarztes, der ihn wieder aufpäppelte.
„Die geschlossene Schneedecke und die anhaltenden Minustemperaturen in den vergangenen Wochen stellen Greifvögel vor große Schwierigkeiten, die Tiere finden kaum noch lebendige Nahrung wie Mäuse und sind irgendwann am Ende ihrer Kräfte. Dann bleiben sie oft einfach auf der Erde liegen.
Das zweite gefiederte Fundtier, das unter den widrigen Wetterbedingungen zu leiden hatte, war eine kleine Eule, die zusammengekauert auf einem Garagendach im Viertel Klaus in Kappelrodeck gefunden worden war.
„Sie konnte nicht gleich eingefangen werden, weil sie mit letzter Kraft immer wieder davon flatterte. Doch dann folgte ein zweiter Anruf am Abend. Dieses Mal konnte die geschwächte Eule nach den vom Tierschutzverein erteilten Instruktionen geborgen werden. Nach der Erstversorgung, gegen die die Eule aufgrund ihres Zustands keinerlei Gegenwehr zeigte, stellten die Tierschützer fest, dass der Vogel unter seinem Federkleid nur noch aus Haut und Knochen bestand. Auch die eingesunkenen Augen sprachen für einen starken Erschöpfungszustand. „Derart geschwächte Vögel sind nicht mehr in der Lage, selbständig Nahrung zu erlegen oder auch nur aufzunehmen. Um sie zu retten, muss ihnen mit einer Pipette immer wieder Flüssigkeit verabreicht werden, die den Greifvögeln das Leben retten soll. Außerdem müssen sie fachmännisch zwangsernährt werden, was eine intensive Betreuung erfordert.
Wer entkräftete Greifvögel findet, erhält in der Geschäftsstelle des Tierschutzverein unter Tel: 07842/8391 Rat und Hilfe. Kann der Vogel vor Ort eingefangen werden, sollte er auf direktem Weg zu einem Tierarzt gebracht werden.





Bussard entkräftet gefunden. Wir mit Pipette versorgt.
Völlig ausgehungerte Eule gefunden.