TIERSCHUTZVEREIN ACHERN UND UMGEBUNG e.V.
mit Rheinau
Geschäftsstelle:
Tierschutzverein Achern
Frédérique Weiss
Russhaldeweg 11
77876 Kappelrodeck
Telefon: 07842 - 83 91
Fax: 07841 - 29 01 72
Email: weiss@tsv-achern.de
In der Presse


Zufall oder Vorsatz?
Auffällige Unfallserie eines Sasbacher Katers beschäftigt Halter und Tierschutzverein
Leo ist ein kräftiger zweijähriger Tigerkater. Er lebt mit seinem Halter seit seiner Adoption im Oktober letzten Jahres in der Gartenstraße in Sasbach. Bis vor kurzem genoss Kater Leo dort ein unbeschwertes Katzenleben.
Wie der Tierschutzverein in einer Pressemeldung mitteilt, nahm diese Idylle am 4. März ein jähes Ende. „Der Besitzer berichtete uns, dass sein Kater an diesem Tag laut klagend nach Hause kam“, erinnert sich Vereinsvorsitzende Frédérique Weiss. Das rechte Bein zeigte Lähmungserscheinungen. Die umgehend konsultierte Tierärztin diagnostizierte ein Oberschenkeltrauma und tippte als Ursache auf einen Autounfall.
Leo erholte sich und setzte seine nächtlichen Streifzüge durch die Nachbarschaft fort.
Drei Monate später, am 13. Juli, musste der Sasbacher Katzenhalter erneut die Tierarztpraxis aufsuchen. Leo hatte sich eine Verletzung an der Wange zugezogen. Es waren erneut zwei Tierarztbesuche nötig.
Zwei Tage später kam es zum traurigen Höhepunkt der mysteriösen Unfallserie. „In den frühen Morgenstunden wurde Leos Besitzer wach. Neben dem Bett erblickte er seinen schwer verletzten Kater, der stark blutete und sich vor Schmerzen krümmte“, berichtet Frédérique Weiss. Das Tier musste sich mit letzter Kraft durch die Katzenklappe geschleppt haben.
Die Tierärztin stellte eine Lähmung des rechten Hinterfußes fest, deren Ursache nicht klar zu erkennen war. Am Schwanzansatz, auf beiden Seiten des Rückgrats, klafften zwei Löcher im Fleisch, als ob jemand mit einer Gartenhacke nach der Katze geschlagen hätte.
Leo musste in einer Tierklinik in Freiburg operiert werden. Dort blieb er drei Tage unter Beobachtung, bevor er nach Hause entlassen wurde. Nach Angaben des Besitzers geht es Leo langsam wieder besser, allerdings steht er vorerst unter Hausarrest.
„Der Besitzer findet die wiederholten „Angriffe“ auf seinen Kater unerklärlich und fragt sich ernsthaft, ob jemand in der Nachbarschaft Katzen vorsätzlich schädigt“, weiß die Vereinsvorsitzende. „Die Tierarztkosten belaufen sich bis jetzt auf insgesamt 700 Euro. Alles was der Besitzer will, ist, dass sein Kater wieder raus kann, ohne dass er gleich das Schlimmste befürchten muss.“
Da die Verletzungen tatsächlich Anzeichen für eine Fremdeinwirkung aufweisen, bittet der Tierschutzverein um Mitteilung, sollten andere Katzenhalter in der Nähe der Gartenstraße ebenfalls gehäufte Verletzungen etc. bei ihren Katzen feststellen.
Die Geschäftsstelle des Tierschutzvereins ist unter Telefon: 07842/8391 zu erreichen. Alle Hinweise werden selbstverständlich vertraulich behandelt.
Kappelrodeck, den 16. August 2011
Ferienzeit bedeutet Hochkonjunktur für den Tierschutzverein
Während sich in den Sommermonaten viele Menschen ihres wohlverdienten Urlaubs erfreuen und es auch in vielen Firmen etwas ruhiger zugeht, herrscht beim Tierschutzverein Hochkonjunktur, wie dieser in einer Pressemeldung mitteilt.
„Unsere ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen betreuen zurzeit über 50 Katzen auf der Katzenauffangstation und in privaten Pflegestellen“, beschreibt die Vereinsvorsitzende Frédérique Weiss die derzeitige Situation. „In den Pflegestellen bei unseren Mitarbeiterinnen zuhause werden vor allem die kleinsten Katzen versorgt, die noch bei der Mutter trinken oder mutterlos sind und alle vier Stunden mit der Flasche gefüttert werden müssen.“
Parallel dazu decken die ehrenamtlichen Helferinnen vierzehn Schichten auf der Katzenauffangstation ab. Je zwei Personen sind morgens und abends vor Ort, um die Tiere zu versorgen und die Räume zu reinigen. „Um unsere Helferinnen zu entlasten, haben wir im Frühjahr eine Tierpflegerin auf Minijob-Basis eingestellt. Gerade angesichts der Ferienzeit ist das allerdings nur ein Tropfen auf den heißen Stein. „Sobald eine unserer Betreuerinnen krank oder im Urlaub ist, müssen die anderen noch zusätzliche Schichten übernehmen.“ Gerade jetzt, wo fast täglich Fundkatzen und ganze Katzenwürfe gemeldet aber aufgrund der Ferienzeit kaum Tiere vermittelt werden, sind die Tierschützerinnen an den Grenzen der Belastbarkeit angelangt.
Fundtiere müssen gemeldet werden
Alle Fundtiere werden als Fundtieranzeigen in der lokalen Presse und in den verschiedenen Wochenblättern der Gemeinden inseriert, so der Tierschutzverein. „Es gibt Besitzer, die ihr Tier abholen und die entstandenen Kosten übernehmen. Es gibt aber auch Besitzer, die meinen, beim Tierschutzverein sei alles kostenlos“, berichtet Weiss von ihren täglichen Erfahrungen. „Nicht selten wird anstatt der Kostenübernahme lieber das Eigentum am Haustier dem Tierschutzverein zur weiteren Vermittlung übertragen.“Neben dem Betrieb der Katzenauffangstation und der Pflegestellen, nehme auch der Außendienst viel Zeit in Anspruch. „Wir sind zurzeit vier Mitarbeiterinnen im Außendienst. Wird uns ein Fundtier gemeldet, fährt eine von uns los, um die Sachlage zu überprüfen“, erläutert die Vereinsvorsitzende die Vorgehensweise. „Wenn nötig, nehmen wir das Tier mit und stellen es einem Tierarzt vor bevor es in die Katzenauffangstation gebracht wird.“
Das Arbeitsgebiet des Tierschutzvereins erstreckt sich von der Schwarzwaldhochstraße bis zum Rhein. Das Benzin für die Dienstfahrten bezahlen die Tierschützerinnen aus eigener Tasche, was auf Dauer ganz schön teuer werden kann.
„Die zehn Cent pro Einwohner, die die Gemeinden an den Tierschutzverein für die Übernahme der Fundtierversorgung entrichten, decken bei ca. 60.000 Einwohnern nicht einmal die jährlichen Kosten des Minijobs der einzigen bezahlten Tierpflegerin auf der Katzenstation. Hinzu kommen jedes Jahr ca. 20.000 Euro für Tierarztkosten 12.000 Euro für die Betriebskosten der Station. Um diese Kosten zu decken, stehen wir täglich unter einem enormen Druck“, so Frédérique Weiss.
Tierschutzverein ist keine Behörde
Zusätzlich zum anhaltenden finanziellen Druck haben manche Bürger/innen sehr hohe Anforderungen an den Verein. Von zehn Anrufen, die beim Tierschutzverein eingehen, beginnen neun mit dem Satz: „Ich habe ein Problem“. Dann werde erwartet, dass sich die Tierschützer sofort, unabhängig von Tag, Ort und Zeit des Problems annehmen. „Dabei scheint vielen Hilfesuchenden nicht bewusst zu sein, dass der Tierschutzverein keine Behörde mit bezahlten Vollzeitkräften ist, sondern eine Gruppe ehrenamtlicher helfender Personen, die neben dem Tierschutz meist noch Beruf, Familie und eigene Tiere haben und deshalb nicht pausenlos verfügbar sind“, stellt Weiss klar. Leider sind auch immer weniger Menschen willens oder in Lage, selbst mitanzupacken. „Sieht eine Bürgerin im Hof eine verletzte Katze, wird zuerst nach dem Tierschutzverein gerufen, anstatt in der Nachbarschaft nach dem Besitzer zu fragen“, beklagt Weiss. „Regen wir am Telefon dann genau solche Maßnahmen an (wie einem erschöpften Vogel Wasser zu geben, oder einen verletzten Igel in ein Karton zu legen), stoßen wir häufig auf Ablehnung und hören nicht selten Dinge wie ‚Sie sind der Tierschutzverein, das ist ihre Aufgabe‘ oder noch Schlimmeres“.
Dabei ist Tierschutz eine gesellschaftliche Aufgabe, der sich jede/r Einzelne verpflichtet fühlen sollte. „Und wenn jede/r nach seinen Möglichkeiten mithilft, finden wir auch immer eine Lösung, die für alle tragbar ist“, ist sich Weiss sicher.
Viele Anfragen wegen Brieftauben
Aktuell erhält der Tierschutzverein viele Anrufe von Bürger/innen, die eine Brieftaube gefunden haben. Die zahmen Vögel müssen nicht selten Strecken von Hunderten von Kilometern zurücklegen, bis sie wieder zuhause bei den Brieftaubenzüchtern ankommen. Angesichts der langen Flugstrecken legen die Tauben oft eine Pause vor der Hornisgrinde und dem Schwarzwald ein. Frédérique Weiss rät in solchen Fällen, die Brieftaube einfach ausruhen zu lassen. Futter sei in der Natur reichlich vorhanden und müsse nicht gegeben werden. „Nur wenn die Taube verletzt ist, ist sie ein Fall für den Tierarzt.“ Das Ermitteln des Besitzers sei vergebliche Liebesmüh, weil diese meist nur Interesse an denjenigen Tieren hätten, die von selbst den Weg zurück nach Hause finden.
Bei den vielseitigen Aufgaben auf der Katzenauffangstation ist Verstärkung jederzeit willkommen. Wer bei der Versorgung der Katzen helfen und/oder leichte Gartenarbeiten wie Rasenmähen übernehmen möchte, erhält in der Geschäftsstelle des Tierschutzvereins unter Telefon: 07842/8391 weitere Informationen.